sich frei schreiben

Ich war immer jemand der durch das Schreiben viel rauslassen und seinen Gefühle gut ausdrücken konnte. Seit ich angefangen habe Kurzgeschichten zu schreiben, habe ich begonnen diese Art des sich frei Schreibens von meinen sonstigen Arbeiten zu trennen.

Nun geht es mir so viel besser als damals, als ich mit diesem Blog anfing, dass diese Art der Trauerbewältigung selten geworden ist. Ich bin der Mensch, der ich immer gern sein wollte und habe nur noch Menschen um mich dich mich schätzen und mir gut tun. Ich habe auf Tumblr so oft Dinge wie „it’s getting better, I promise“ gelesen und sie nie ernst genommen, doch es stimmt. Es wurde so fuckin viel besser, als ich je auch nur gehofft hatte und zwar auf eine Art die ich mir früher nicht einmal vorstellen konnte.

Das heißt keinesfalls, dass ich aufgehört habe zu schreiben. Ich schreibe nur inzwischen so, dass es auch andere Menschen lesen wollen. Das habe ich mir früher immer gewünscht, sagen zu können, ich mache Literatur, ich gebe Lesungen, ich Gewinne Preise. Ich werde hier wahrscheinlich ab und zu meine Kurzgeschichten posten. In den letzten Monaten hatten mein PC und ich Beziehungsprobleme und er befindet sich noch in Reha, weshalb ich mit dem Überarbeiten hinterher bin und nicht einmal in Westafrika meine Texte posten konnte. Ich weiß noch nicht ob ich das nachträglich tun werde oder sie doch hier hochlade.

Dieser Blog war immer ein Spiegel meiner schlimmsten Momente,  trotzdem macht mich das Ausbleiben meiner Postings traurig, denn er war gleichzeitig auch eine Gefühlsschatztruhe, ein emotionales Tagebuch. Die ein oder andere Downloade und der in ihr entstehende Text kommt bestimmt, doch ihren vorrangigen Zweck hat diese Seite bereits erfüllt.

Sollte mein bester Freund auf dieser Welt, mein Mond seit bald drei Jahren diesen Post mit Verspätung irgendwann einmal lesen: Du leuchtest hell durch meine Dunkelheit. Ich will dich, für immer. Ich wünsche mir so sehr, dass du dich gerade in unserer gemeinsamen Wohnung befindest, wenn du das liest. Jeder Fehler hat mich zu dir geführt und deshalb würde ich jeden einzelnen davon jederzeit wiederholen. Ich liebe dich.

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Update Blog

Weil ich diesen Sommer ganz schön viel vorhabe, habe ich beschlossen das meiner Gedankenschatzkiste hier zu ersparen und eine neue Seite eingerichtet: PrideAndPrejudiceTravelTheWorld

Noch ist sie ziemlich leer, aber es ist auch noch ein voller Monat bis zu meiner Abreise, wen es interessiert kann ab Ende Juni/ Anfang Juli ja mal reinschauen, vielleicht gibts sogar noch früher was zu lesen.

Fallingstarsandexclamationmarks wird aber weiterhin die Müllhalde meines Kopfes bleiben, take care.

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Narbensammlerin

Es läuft immer gleich, es beginnt immer gleich. Zum Schreiben braucht man kein Licht, nur eine Stimme. Man kann sie hören, ob man sie lesen kann ist die Frage. Sie sind schwach und verletzt und es geht immer so schnell. Immer und gleich. Es hält nie, weh tut es immer.
Er kennt mich nicht und doch kennt er meinen Körper besser als ich selbst. Es ist wie beim Programmieren, er hat ein intuitives Gespür für die Umsetzung einer Aufgabenstellung. Jede Berührung prickelt, sein Geruch macht mich süchtig. Jeder Gesprächsversuch endet in einer Katastrophe. Drama reiht sich an Drama. Wir waren so verliebt. Wir waren zu schnell. Ich kann nicht gehen, irgendwann tut er es. Wir lassen uns keine Wahl. Das Nachbeben ist furchtbar, alles so bekannt. Es ist immer gleich. Gleich, immer gleich. Sie sind Nummern. Narbensammlerin.
Sie will schreiben, nicht von Anna, Stefan oder sonst einer Spiegelfigur mit erfundenem Leben. Sie will von sich erzählen. Denn nur schreiben, alles aufschreiben, macht es besser.
Doch man schreibt nicht von sich. Der Abstand fehlt. Man braucht die Figuren. Heute fehlen sie.
Ich will sie alle und keinen von ihnen. Sie sind austauschbar besonders. Nummern.

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Unverhofft

So nach einer langen Schaffenspause/ Uni stiehlt mein Leben, meine erste Kurzgeschichte seit langem, die mir mittlerweile sogar einen Verlag eingebracht hat (kann es immer noch nicht glauben). Hoffe euch geht es allen so gut wie mir ❤

Das Bett knarrte als ich mich endlich dazu überwand aufzustehen. Obwohl durch die Vorhänge kaum Licht ins Zimmer drang, blendete es mich. Verschlafen trat ich ans Fenster, zog die Vorhänge beiseite und öffnete es. Die kalte Luft tat gut, auch wenn das Weiß des Schnees in den Augen brannte. Mein Kopf pochte und ich wandte mich ab. Auf dem Nachtisch stand ein Glas Wasser vom Vortag. Ich leerte es in einem Zug, es war warm und schmeckte abgestanden. Als ich es zurückstellte, fiel mein Blick auf meine Kleider vom gestrigen Abend. Ich hatte sie beim Ausziehen wohl über den gesamten Fußboden verteilt. Ich fragte mich, ob Ludmilla ihre Kleider ebenso achtlos abgelegt hatte, ob sie, wie ich, gleich zu Bett gegangen war. Wie spät war es gewesen, vier, fünf vielleicht? Ich stellte mir ihren nackten schlafenden Körper zwischen den Leintüchern ihres Bettes vor, ihre warmen weichen Kurven und die raue Stimme.
Steffen, sie strahlte, ich bin‘s! Ich wollte gerade gehen. Das Abendessen mit einem Kunden und dessen Partner hatte mir auf die Laune geschlagen. Das Gespräch war nur schleppend in Gang gekommen und der Wein war süßlich und zu teuer gewesen. Trotzdem hatte ich zu viel davon getrunken. Erkennst du mich denn gar nicht? Ludmilla lächelte immer noch, es war dasselbe Lächeln wie damals. Sie hatte sich kaum verändert. Ludmilla? Sie küsste mich auf beide Wangen und der Duft ihres schweren Parfums schlug mir entgegen, früher hatte sie nie Parfum getragen. Komm, trinken wir was. Ich hatte meinen Mantel bereits übergezogen. Sie führte mich in den hinteren Teil des Lokals, wo ich den Mantel an einen Kleiderhaken, neben eine lange rote Samtjacke hängte. Ich fragte mich, ob es Ludmillas war. Arbeitest du gar nicht mehr in Tokio? Wir setzten uns. Doch das tue ich, aber über Weihnachten bin ich meistens in der Stadt, Freunde treffen und meine Eltern enttäuschen. Sie sprach ohne jede Bitterkeit in der Stimme. Ich wusste nichts zu sagen und nickte nur. Dich haben sie immer gemocht.
Die Bedienung kam und Ludmilla bestellte einen Gin Tonic, ich nahm einen Martini. Du siehst gut aus. Es stimmte, der Kurzhaarschnitt betonte ihre feinen Züge und mit den rot geschminkten Lippen erinnerte sie mich an ein modernes, kurviges Schneewittchen. Danke, du wirkst müde. Entschuldige, mein Abendessen hatte den Unterhaltungswert einer Beerdigung. In gespielter Überraschung zog sie die Brauen hoch. Doch keine Frau? Ich schüttelte den Kopf, geschäftlich.
Als die Kellnerin die Getränke brachte, bestellte Ludmilla gleich noch einmal. Ich müsse den Wein hier probieren. Wir stießen an und sie begann von Tokio zu erzählen, von ihrer Arbeit und dem Leben in der Großstadt. Ich trank langsam und hörte ihr zu. Sie sprach mit geradezu kindlicher Begeisterung. Selten erzählte sie eine Geschichte zu Ende, ein Wort gab das nächste und sie verlor sich schnell. Ich hörte ihr gerne zu, die Erzählungen waren bunt und detailreich, noch vor ihr hatte ich mein Glas geleert. Darf ich? Ludmilla deutete auf die Olive, die aufgespießt am Boden meines Glases lag. Ich bejahte. Ich kann die Dinger immer noch nicht ausstehen. Flink griff sie nach dem Zahnstocher und steckte sich die Olive zwischen die Lippen. Wenigstens das ist gleich geblieben. Habe ich mich so sehr verändert? Sie spuckte den Olivenkern in die rote Serviette, die vor ihr lag. Hättest du vor zehn Jahren je Hemd und Krawatte getragen? Nein. Ich lockerte die Krawatte. Besser? Sie nickte. Du siehst richtig erwachsen aus. Es war eine Bemerkung, wie sie meine Mutter am Tag der Einschulung gemacht hätte. Vielleicht löste der Alkohol nicht nur mir die Zunge. Ich hab‘ so viel erzählt. Sie sah mich nun direkt an. Was hat sich bei dir getan? Wie laufen die Geschäfte? Ihre Mundwinkel zuckten ein wenig, doch sie klang ehrlich interessiert. Die Bedienung brachte den Wein und ich begann zu erzählen.
Der Fliesenboden fühlte sich kalt an unter meinen Füßen, ich trank zwei weitere Gläser Wasser. Der Badezimmerspiegel war schmutzig und ich fügte den Zahnpastaspritzern noch ein paar weitere hinzu. Nachdem der bittere Geschmack aus meinem Mund verschwunden war und ich ein Aspirin geschluckt hatte, fühlte ich mich deutlich besser. Mir fröstelte und ich ging zurück ins Schlafzimmer um etwas überzuziehen. Zwischen Tür und Bett, als hätte ich es gestern Abend im Gehen verloren, lag mein Sakko. Aus der rechten Vordertasche sah ich etwas Rotes hervorlugen.
Da vorne ist es gleich, erkennst du es nicht? Sie deutete in Richtung der Straße, die wir entlang gingen. Es ist zu dunkel. Sie kicherte wie ein Schulmädchen. Es ist doch fast schon wieder hell. Ich wusste nicht wo mein Handy war, hatte keine Ahnung, ob ich meine Brieftasche bei mir hatte. Als ich Ludmilla danach fragte fing sie erneut an zu lachen. Was ist denn los? Weißt du noch wer von uns bezahlt hat? Ich lachte ebenfalls und eine Weile standen wir nur so da und lachten. Als wir uns wieder gefasst hatten und weitergingen, schlang Ludmilla die Arme um den Oberkörper. Erst jetzt fiel mir auf, dass sie rote Samtjacke tatsächlich ihr gehört hatte. Die Farbe ist schön. Sie blieb stehen und begutachtete ihr Spiegelbild in einem Schaufenster. Wenn das ein Herr in einem so schicken Anzug sagt, muss es wohl stimmen. Sie machte sich über mich lustig, doch es war mir egal, schon lange hatte ich keinen so schönen Abend mehr verbracht. Ludmilla hakte sich bei mir unter und sagte, jetzt hast du ja auch etwas in dunkelrot. Ich verstand nicht was sie meinte. Wir erreichten ihr Elternhaus, es hatte wieder angefangen zu schneien. Hast du sie noch? Ich hatte immer noch keine Ahnung wovon sie sprach. Sie stand mir nun gegenüber und legte die Hand auf meine Brust. Da hast du sie hineingesteckt, glaub ich. Ich sah sie nur an. Ihre Nase war von der Kälte gerötet und die ersten Schneeflocken landeten auf ihrem dunklen Haar. Ich bin noch ein paar Tage hier, meld‘ dich Steffen. Ludmilla küsste mich flüchtig auf den Mund, schloss die Tür auf und verschwand ins Haus.
Schnell hob ich das Sakko auf und zog die rote Serviette aus der Tasche. In krakeliger Handschrift hatte Ludmilla ihre Handynummer notiert. Wo mein eigenes Handy war wusste ich immer noch nicht. Eilig durchsuchte ich die am Boden liegenden Kleidungsstücke, ich fand zwar meine Geldbörse, doch das Handy fand ich nirgends. Endlich entdeckte ich es in der Innentasche meines Mantels. Die Serviette hielt ich immer noch umklammert wie einen Talisman. Ich wählte Ludmillas Nummer. Steffen? Es war nicht Ludmillas Stimme. Ich wandte mich um, in der Tür stand Anna. Ist es gestern wieder später geworden?

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Nicole 19.12.1994-6.2.2015

nicibild

Am Freitag den 6.2.2015 ist Nici gestorben, wir haben uns fast 14 Jahre lang gekannt. Sie ist überraschend verstorben, die Todesursache ist noch unbekannt. Sie war weder krank, noch gab es sonstige Anzeichen. Sie war eine sehr gute Freundin an die ich keine einzige schlechte Erinnerung habe, sie war die erste Person  die in der Volksschule mit mir gesprochen hat, die einzige die mich je im Memory besiegt hat, sie hatte ein so großes Herz wie kaum ein Mensch.

Seit sie verstorben ist fühlt sich alles falsch an. Es fühlt sich falsch an zu lernen, zu schlafen, zu essen und vor allem mit Menschen zu sprechen die sie nicht gekannt haben. Am Abend des 6.2 sind viele ihrer Freunde zusammen gesessen haben geredet über sie, anderes oder wir haben einfach geschwiegen. Ich hätte an diesem Abend nirgendwo anders sein können. Ich kann nicht verstehen wie Menschen weitermachen können und normale Dinge tun, wenn sie doch nicht mehr da ist, obwohl ich das selbst tue.

Ich bin an das Ableben von Menschen gewöhnt, aber sie war 20 und es hatte weder mit Drogen, Selbstmord, noch Krankheit zu tun. Keiner konnte sich verabschieden. Sie hat begonnen zu studieren und war nie richtig verliebt. Sie hatte so viele Pläne und sie bekommt keine Chance auch nur noch einmal etwas zu sagen. Ich habe ihre Stimme und ihr Lachen ständig im Ohr. Sie war das einzige Kind ihrer Eltern. Sie wollte die Welt sehen.

DIe Überschrift ihres Tumblrblogs ist „Life’s too short to be sad“ und natürlich hatte sie recht, aber ich kann nicht nicht traurig sein, jetzt wo sie weg ist. Morgen sind die Ferien vorbei und die Uni geht wieder los, lauter Stimmen und Gesichter die nicht wissen was passiert ist und weiter machen und ich werde dabei sein.

Nicole ich werde dich niemals vergessen.

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Finally music came back to me <3

https://www.youtube.com/watch?v=mo0fHVtMKo8&feature=youtu.be

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New Year’s Eve

Silvester1Ich hoffe ihr hattet alle so einen schönen Jahreswechsel, an alle die mir Mails geschrieben haben, ich hatte noch keine Zeit zu antworten, wird in den nächsten Tagen nachgeholt! Aber keine Sorge mir geht es besser als in den letzten Monaten, wahrscheinlich so gut wie es mir 2014 nie ging. Ich hab Kaputtes im letzten Jahr gelassen und ganz viel Wertvolles mitgenommen. Dieses Jahr wird straight edge, mit ganz vielen tollen Menschen an meiner Seite.

Please don’t remind me
Put your past behind me
It shines so bright it blinds me
I wish that this would end
And I am not fine
Last night I saw you online
Your screen name used to be mine
Why can’t we just pretend

And if we can have another day
I’ve got so much left to say
I’d tell you everything
And I’ll laugh when I think about the past
When I see you after class
You’re hating everything

„I just forgot you were there“ (na na na na na na na na na na na na na na na na)

 

PAST PASSED and I’M MORE THAN FUCKIN‘ FINE!

Thanks for showing me I deserve better

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